     © Michael Hennemann
Letzte Pizza-Bude vor der Wildnis
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| Auf dem Koitajoki |
Vor die Wildnis haben finnische Planer stets noch eine Stadt geklatscht. Wie (zu) viele andere finnische Städte besteht auch Ilomantsi aus einer breiten Hauptstraße, gesäumt von schmucklosen Flachdachhäusern. Der freudlose Anblick drängt mir einen sarkastischen Gedanken auf: Der wahre Finnland-Kenner kann die unterschiedlichen finnischen Städte anhand der Abfolge der "S-Market"-, "Alko"-, "Sampo"- und "Koti-Pizza"-Märkte auseinanderhalten.
Aber ich bin nicht auf einer Architekturstudienreise, sondern will so schnell wie möglich auf den Fluss, brauche aber vorher noch eine Landkarte. Die Touristeninformation ist schnell gefunden und ich werde freundlich empfangen. Die nette Frau hinter dem Tresen begrüßt mich mit einem "Willkommen am östlichsten Punkt der EU". Dieses Attribut wird kräftig touristisch vermarktet. Ob Schneeschuhtrip zum Grenzposten im Winter, Wanderung im Sommer oder Besuch eines Musikfestivals - ein Diplom ist immer inklusive. Und wer möchte, kann hier, östlich von St. Petersburg, seinen Geburtstag oder seine Hochzeit feiern.
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| Zeltplatz auf einer Insel im Koitere-See am Ende der Tour über den Koitajoki |
Ich aber fahre nicht nach St. Petersburg, sondern nur knapp acht Kilometer nach Osten. Am Campingplatz von Ilomantsi will ich mein Boot ins Wasser lassen und bald spritzt mir die Gischt ins Gesicht, denn der Wind kommt von vorne. Hinter mir kämpft die Sonne gegen den bleigrauen Himmel, mit nur diffusem Erfolg.
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