Fährt man das Maggiatal aufwärts, sieht man, kurz bevor man das Örtchen Cevio erreicht, ortographisch gesehen rechts, die Mündungsklamm der Ravona.
Auch wenn kein Wasser aus der Klamm kommt, kann man die Rovana meist noch bis in den Frühsommer fahren, da ihr Einzugsgebiet rechts sehr hoch liegt.
Der beste Einsatzpunkt liegt beim Weiler Niva. Hier fährt man bis zu einer Wendeplatte bei einem alleinstehenden Haus. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Schluchtrand. Über eine Fussgängerbrücke erreicht man die andere Flussseite, wo man etwa 10 Höhenmeter zu der mit einem Wasserfall von rechts einmündenden Cropia hinunterträgt. Hier bootet man ein und befindet sich gleich auf der Rovana.
Auf der Rovana befindet man sich auf circa 3,5 Kilometer in einer Klamm, die auch vom Charakter der Venter Ache im Ötztal bei Mittelwasser ähnelt. Anfangs bestehen die Schwierigkeiten aus wuchtigen Stufen und Rutschen. Kurz vor Ende der Fahrtstrecke kommt ein circa 200 Meter langer Steilabfall, der nur bei Niederwasser bedingt fahrbar ist. Eine enge Felsrinne muss immer umtragen werden. Nach einem kurzen, wuchtigen, offenen Geröllbett mit starkem Gefälle und Wasserwucht, ähnlich dem Katarakt auf der unteren Venter, wird rechtsufrig ausgebootet. Die Rovana fliesst in einen naturlichen Felskanal ohne Kehrwässer, aus dem ein Ausstieg so gut wie unmöglich ist.
Einsatz: Weiler Niva.
Aussatz: Rechtsufrig, unmittelbar nach dem Zusammenfluss mit dem Bosco.
Fahrstrecke: ca. 3,5 Kilometer, etwa 2 Stunden.
Schwierigkeit: Wildwasser V+.
Befahrungszeit: Schneeschmelze bis Frühsommer, nicht bei zuviel Wasser einfahren.
Charakter: Wechsel von wuchtigen Stufen und Rutschen mit offenem Geröllbett, Ähnlichkeit mit Venter Ache
Die HKN-Specials, eine Reihe von Beschreibungen (ehemals) recht unbekannter Flüsse, werden in loser Folge fortgesetzt. Der Stand der Beschreibungen ist im jeweiligen Special angegeben. Örtliche Gegebenheiten und Schwierigkeitsangaben können sich mittlerweile geändert beziehungsweise relativiert haben.