Der Chirripó fliesst mitten durch eine typisch costaricanische Dschungellandschaft am Fusse des mächtigen, 3819 Meter hohen Cerro Chirripó, dessen zweitägige Gipfelbesteigung absolut lohnend ist. In seinem Mittellauf wird er durch eine einsame Schotterpiste begleitet, die nur aus grösserer Höhe einige wenige Einblicke auf den Bach gewährt. Leider führt der Chirripó nur während der deutschen Wintermonate ausreichend Wasser.
Der Einstieg ist an einer kleinen Brücke, unweit von Rivas. Hier beginnt der acht Kilometer lange Spass im Wildwasser IV Bereich.
Herausragend sind drei Kernstellen (IV+ / V- / V+), die man auf jeden Fall anschauen und absichern sollte. Die schwerste der drei Stellen wird je nach Wasserstand unfahrbar, ein linksufriges Umtragen ist jedoch einfach. Der Flusscharakter besteht aus starker, grober Verblockung, die zumeist auf Sicht befahrbar ist, und einem gleichmässigem starkem Gefälle mit mässiger Wasserwucht.
Einsatz: An einer Brücke in der Nähe von Rivas.
Aussatz: Brücke bei Chiles.
Fahrtstrecke: 8 Kilometer.
Schwierigkeit: Wildwasser IV (IV+ / V-), ein mal V+.
Befahrungszeit: Oktober bis Januar.
Sonstiges: Oberster Oberlauf wartet noch auf eine Erstbefahrung. Oberlauf 9 Kilometer Wildwasser IV bis V (V+), Unterlauf 13 Kilometer Wildwasser III (III+/IV-). Rio General (2-Tages Gepäcktour) 69 Kilometer Wildwasser III/IV.
Die HKN-Specials, eine Reihe von Beschreibungen (ehemals) recht unbekannter Flüsse, werden in loser Folge fortgesetzt. Der Stand der Beschreibungen ist im jeweiligen Special angegeben. Örtliche Gegebenheiten und Schwierigkeitsangaben können sich mittlerweile geändert beziehungsweise relativiert haben.