Fast jeder, der mit dem Wildwasserfahren in Österreich begonnen hat, kennt die obere Isar. Somit kennt auch fast jeder, vom Sehen, die kleine Klamm, die von links in die Isar mündet, die Gleierschklamm.
Was sich hier verbirgt kann man jedoch kaum erahnen. Der kleine Bach, der der Isar mit durchschnittlich 8% entgegenstolpert, hat es faustdick hinter den Ohren. Das erste Drittel ist noch übersichtlich "gestuft". Im zweiten Drittel kommt jedoch der Hammer in Form von verwinkelten Abfällen, manchmal gerade bootsbreit, bis zu 4 - 5 Meter hoch.
Alle diese Abfälle und Rinnen sollte man sich von dem nebenherlaufenden Klammsteig beim Hochtragen genau ansehen, weil auf dem fast kehrwasserlosen Bach nicht vor jeder Stufe angehalten werden kann. Umtragen muss man je nach Wasserstand den hohen Fall am Schluss und eine 1,5 Meter hohe Stufe mit anschließendem Schlitz (30 - 40 cm breit).
Abfahrt: Von Scharnitz ca. 2 Kilometer die Isar hochfahren bis zu einer Kfz.-Brücke mit darunterliegender Stufe. Hier die Boote abladen und dem ausgeschilderten Weg über die Isar ca. 1 1/2 Std. bis zum Einsatz folgen (Boote tragen / Richtung Gleierschklamm).
Einsatz: E1 an der Fahrwegbrücke - E2 an dem Holzsteg.
Aussatz: Nach der Mündung in die Isar noch zwei Kilometer bis zur Brücke wo man losgegangen ist.
Schwierigkeit: Wildwasser III bis IV (V), am besten Topolino.
Pegel: Ersten Anhalt bietet der Pegel des Karwendelbaches an der Mündungsbrücke (mind. 50 cm). Am Gleierschbach sollte die Stufe am Ende der Klamm auf ganzer Breite überronnen sein.
Die HKN-Specials, eine Reihe von Beschreibungen (ehemals) recht unbekannter Flüsse, werden in loser Folge fortgesetzt. Der Stand der Beschreibungen ist im jeweiligen Special angegeben. Örtliche Gegebenheiten und Schwierigkeitsangaben können sich mittlerweile geändert beziehungsweise relativiert haben.