Oberhalb des berühmten Duckhole Canyon, dem Entenarsch der Kössener Ache, der trendmäßig im Kajak stehend oder mit Squirtbooten befahren wird, mündet linksufrig der weitaus weniger bekannte Kohlenbach. Er entspringt im Kaiser-Gebirge, fliesst fernab jeglicher Hauptstraßen und bedarf der Aufmerksamkeit derer, die auch mal auf einem leichten Wildbach ihr Vergnügen suchen. Das klare Gebirgswasser verzaubert jeden Paddler.
Von der Einsatzstelle oberhalb der Ortschaft Schwendt führt der Bach durch idyllische Waldschluchten entlang des Zahmen Kaisers, wobei tiefhängende Äste und umgestürzte Nadelbäume manchmal ein kleines Ärgernis bereiten.
Obwohl der Kohlenhach kein großes Gefälle aufweist, muss auch er sich trotzdem der Gewalt des Menschen beugen und Turbinen antreiben. Nur bei Hochwasser bleiben einem hier 200 Meter Boote knechten auf dem rechten Ufer erspart.
Vor einer Fussgängerbrücke, im Bereich eines Golfplatzes, lädt eine kleine Walze zum Spielen ein, bevor die Fahrt an einer der Straßenbrücken von Kössen beendet wird. Wer mag, kann direkt im Anschluss noch die Entenlochklamm der Kössener Ache paddeln.
Einsatz: Oberhalb von Schwendt (bei gutem Wasserstand angeblich weiter oben möglich).
Aussatz: Kössen.
Fahrstrecke: 6 Kilometer.
Schwierigkeit: Wildwasser I (II).
Eingriffe der Energiewirtschaft: Ein Wehr mit Wasserableitung (200 m umtragen), ein Wehr fahrbar.
Die HKN-Specials, eine Reihe von Beschreibungen (ehemals) recht unbekannter Flüsse, werden in loser Folge fortgesetzt. Der Stand der Beschreibungen ist im jeweiligen Special angegeben. Örtliche Gegebenheiten und Schwierigkeitsangaben können sich mittlerweile geändert beziehungsweise relativiert haben.