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HKN-Special 13: Codi - Korsika (F)

(440 Worte insgesamt im Text - 3618 Aufrufe)


Codi

Inzwischen gehört der Rizzanese zum Pflichtprogramm eines jeden Wildwasserfahrers, der sich nach Korsika verirrt. Kaum einer, der in Zoza ins Boot steigt, ahnt aber, dass es im Oberlauf dieses "Königs der korsischen Wildwasser" noch viel zu entdecken gibt. Asino und Rizzanese entspringen weit hinten am Monte Incudine, und da inzwischen ein kleIner Fussweg direkt an den Zusammenfluss mit dem Codi führt, ist es auch möglich, vor den eigentlichen Hauptschwierigkeiten des ehemaligen "obersten" Rizzanese aufzuhören. Dort kann man unweit der kleinen D20 ideal zelten, um sich In aller Ruhe den guten Bächen der näheren Umgebung zu widmen.

Ein Schmankerl ganz besonderer Art Ist der Codi. An der Brücke bei Quenza steigen wir ein, und unmittelbar danach geht es hinab, saubere, durchweg fahrbare Wasserfälle zwischen ein und fünf Metern Höhe; ein Traum bei wenig, ein Alptraum bei einem Tick zu viel Wasser. Denn dann ist ein Anhalten kaum noch möglich und anschauen sollte man sich wirklich alles, besonders die verdrehte 5-Meter-Stufe in einen Minitumpf, bei der man sich schon im Fallen äußerst nach rechts halten muss...

Nur eine Stelle ist absolut unfahrbar und man muss wirklich aufpassen, dass man rechtzeitig vorher links anlandet. Über zehn Meter geht es äußerst holperig hinab in einen engen Wurmkanal; wir haben links durch eine kleine, überwucherte Wasserableitung umtragen.

Bis zur Mündung in den Rizzanese ist dann prinzipiell alles machbar, leider aber sind die Stufen nicht mehr ganz so sauber wie bis zur Umtragestelle. Die wenigen kritischen Stellen können aber leicht umhoben werden. Am Zusammenfluss, fast hätten wir ihn übersehen, sind wir sofort rechts an einem kleinen Anglerpfad angelandet. Die unfahrbaren Plattenabfälle des Rizzanese kommen hinter der nächsten Kurve. Man hat die Wahl: entweder unten umtragen oder rechts hinauf zur Straße und dann durch die Maccia wieder hinab. Aber auf jeden Fall erst am nächsten Tag...

Einsatz: Straßenbrücke bei Quenza

Aussatz: Genau am Zusammenfluss mit dem Rizzanese, rechtsufrig.

Fahrstrecke: 3,15 km, etwa 3 Stunden.

Schwierigkeit: Wildwasser 5 (6, unfahrbar)

Pegel: 60-70 cm an der Brücke der D20 (Rizzanese).

Befahrungszeit: Winter bis Anfang Mai. Der Rizzanese hat oft viel früher als die höher gelegenen, nördlichen Flüsse Korsikas Wasser.

Codi Lageplan

Text/Foto: Gert Spllker, Skizze: Sven GrimpeStand: 04-88

Die HKN-Specials, eine Reihe von Beschreibungen (ehemals) recht unbekannter Flüsse, werden in loser Folge fortgesetzt. Der Stand der Beschreibungen ist im jeweiligen Special angegeben. Örtliche Gegebenheiten und Schwierigkeitsangaben können sich mittlerweile geändert beziehungsweise relativiert haben.

Die Veröffentlichung der HKN-Specials auf Kajak-Channel.de
erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Halbwilden Kajakfahrer Norddeutschland (HKN)
© Alle Bilder und Texte der HKN-Specials sind Eigentum der Halbwilden Kajakfahrer Norddeutschland

  

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