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Paddel (Doppelpaddel)

(442 Worte insgesamt im Text - 10362 Aufrufe)


Die Form
Beim Paddelblatt unterscheiden Kajak-Fahrer symmetrische und asymmetrische Formen. Asymmetrische Paddel haben einen weicheren Zug im Wasser: Am Beginn des Schlages, beim Eintauchen des Paddelblattes, ist mehr Fläche im Wasser als bei einem symmetrischen Paddel. Zudem liegt das Blatt beim Eintauchen ruhiger im Wasser, da der Effekt des Blattverdrehens geringer ist. Der Nachteil asymmetrischer Paddel ist, dass sie nicht umkehrbar sind (das rechte Paddelblatt ist immer das rechte). Auf dem Bach kann man das Paddel deshalb nicht einfach in die Hand nehmen und losfahren, sondern muss erst denken und kann dann paddeln.

symmetrisch asymmetrisch

Das Material
Paddel lassen sich grob in drei Hauptgruppen unterteilen: Spritzguss-, Composite- und Holz-Paddel. Die im Injektionsverfahren hergestellten Paddel sind preiswerter und etwas schwerer. Sie sind ideal für den Einstieg oder als Ersatzpaddel. Composite-Paddel bestehen meist aus einer Kombination aus Carbon, Kevlar, Fiberglas und Epoxi. Die Preise dieser Paddel reichen von knapp 150 Euro für ein gut verarbeitetes Glaspaddel bis zu 350 Euro für Carbon-Paddel mit einem Gewicht unter 900 Gramm. Generell sind Carbon-Paddel leichter und steifer als die aus Glas. Dieser Gewichtsvorteil kostet allerdings kostet auch etwas mehr.
 
Prepreg sind mit Harz vorimprägnierte Glas-, Kevlar- oder Carbon-Matten. Diese lassen sich in einer beheizten Form zu extrem leichten, dünnen aber stabilen Paddelblättern backen. Die Blätter sind massiv und besitzen auch im Kantenbereich eine gute Festigkeit. Die dünne Bauweise ergibt ein feinfühliges, präzises Eintauchen und kontrolliertes Fahrverhalten. Holzpaddel sehen gut aus und fahren sich dank ihres natürlichen Feelings sehr angenehm. Sie fühlen sich zur kalten Jahreszeit wärmer an, benötigen aber mehr Pflege.

Die Länge
Es gibt einige Regeln zu Wahl der richtigen Paddellänge. Einige Faktoren die diese Wahl beeinflussen sind die Körpergröße und Kraft des Kanuten, das Boot, das er fährt, und die Art, wie er paddeln möchte. Große Leute wählen längere Paddel. Auch kräftige Kanuten bevorzugen längere Paddel und größere Blätter, um einen längeren, kräftigeren Schlag führen zu können. Natürlich sind Wanderpaddel länger als Wildwasser-Paddel, weil diese mit geringerer Schlagfrequenz gefahren werden. Ein Boot mit wenig Volumen bedingt zudem ein kürzeres Paddel, weil man näher am Wasser sitzt.
 
Bei den in den Katalogen der Hersteller angebotenen Längen handelt es sich um Maße, die rund 98 Prozent des Bedarfes abdecken. Andere Längen sind auf Anfrage meist ebenfalls lieferbar, allerdings muss man dann mit längeren Lieferzeiten rechnen.

Empfohlene Längen
Rodeo195-200 cm
Wildwasser und Kleinflüsse200-208 cm
Wanderfahrten210-215 cm
Rallyes und Langfahrten auf offenen Gewässernbis 225 cm
Wanderzweierca. 230 cm
Breite 2er und Faltbootebis 240 cm

Die Reserve
Ein gebrauchstüchtiges Paddel sollte jeder Kanufahrer in Reserve haben. Für straßenferne Touren ist das Mitführen von mindestens einem Reservepaddel pro Dreiergruppe empfehlenswert.

Dieser Text basiert auf Informationen der Firma Sport Schröer, Unna

  

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