Neben Prachthotels und Wohlstandstourismus, gibt es in unmittelbarer Nähe zur Côte d´Azur auch noch echte Urlandschaften, wie wir sie in Europa heutzutage nur noch sehr selten antreffen. Eine davon ist die tief eingeschnittene und beinahe verwunschen wirkende Gorges de Loup.Fahrstrecke: Drei Kilometer aufwändiges Wildwasser (III-V), bei einer Erstbefahrung sollten rund 3 bis 4 Stunden eingeplant werden.
Schwierigkeit: Wildwasser IV, V (VI)
Wasserstand: Eine Wassermenge von 3-4 cbm/sec an der Einsatzstelle reichen vollkommen aus.
Einsatz: Straßentunnel im oberen Teil der Schlucht (Vorsicht Steinschlag).
Aussatz: Pont du Loup (E-Werkseinlauf).
Sonstiges: Eine Weiterfahrt bis zum Mittelmeer ist zwar möglich (19 Kilometer WW II, abnehmend, Zahmwasser), allerdings ist die Strecke stark verdreckt und daher kaum lohnend.
Bereits von Beginn an gestaltet sich eine Befahrund dieser Schlucht als eine nicht alltägliche Angelegenheit. Die Boote müssen über große Blöcke und rutschige Geröllfelder zum Fluß abgeseilt werden. Die Befahrung der einzelnen Passagen ist schwierig, fast jeder Abfall, fast jede Blockstelle ist zu besichtigen. Manchmal stellt sich einem sogar die Frage, ob das Unternehmen noch viel mit Wildwasserfahren im herkömmlichen Sinne zu tun hat. Wir wissen es nicht, mit der richtigen Einstellung macht das Erkunden und Befahren der Wasserfäle und Katarakte jedenfalls sehr viel Spaß.
Die HKN-Specials, eine Reihe von Beschreibungen (ehemals) recht unbekannter Flüsse, werden in loser Folge fortgesetzt. Der Stand der Beschreibungen ist im jeweiligen Special angegeben. Örtliche Gegebenheiten und Schwierigkeitsangaben können sich mittlerweile geändert beziehungsweise relativiert haben.