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Palau: Megapaddeln am 'Ende des Regenbogens' (Seite: 1/9)
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| © Michael Vogeley & Ingrid Ferschoth-Vogeley |
Palau
Megapaddeln am 'Ende des Regenbogens'
Wer kennt den Namen der Kleininselwelt östlich der Philippinen und nördlich von
Neuguinea? In der Sprache der Einheimischen heißt die seltsame Inselwelt Belau. Ingrid und Michael
waren in diesem einzigartigen Minikosmos der mikronesischen Südsee, paddelten an unberührten Riffen
und langen Sandstränden entlang, vorbei an Mantas und Haien. Ihr Zelt stand unter himmelhohen
Felswänden und am Rande tropischer Urwäldern. Das Paradies zählt zu den reizvollsten und einzigartigsten
Kanuzielen im Stillen Ozean. Der Reiz der 343 Inseln gipfelt in den aus Korallenriffen gewachsenen Rock
Islands, die zum Pflichtprogramm jedes Kajakbummlers gehören sollten. Die winzigen Eilande ragen wie
üppig bewachsene Pilzköpfe aus dem in zahllosen Grün- und Blautönen schimmernden Meer. Nicht von
ungefähr tragen sie den Beinamen "Green Gardens". Tropische Urwälder bilden märchenhafte Szenerien.
Mystische Höhlen und klare Süßwasserseen versetzen den Paddler in ein anderes Universum. Die Welt der
Tropen vom Feinsten. Mit seinem einmaligen Panorama und den perfekten Riffen und Höhlen zählt Palau für
den naturfaszinierten Kajakfahrer zu den attraktivsten Destinationen der Welt. Die Inseln sind gegen die
mächtige Brandung durch ein ovales Korallenriff geschützt: Seepaddlers Traum schlechthin.
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Das Meer ist ruhig. Nur leichte Wellen kräuseln das klare, tiefblaue Wasser. Vor mir
im Seekajak "rührt" Ingrid vergnügt "in der Suppe", wie ich sie geduldig kritisiere. Sie macht einige
Schläge und blickt dann begeistert in die Runde, während ich mit einem Konter versuche die
Fahrtrichtung zu halten. Backbord steilt sich eine kleine Insel auf. Die Felsen aus allerbestem Kalk
sind von Wind und Wetter erodiert. |
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 Palau / Höhle |
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 Palau / Strand |
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An der Wasserlinie, die ständig von Ebbe und Flut und den Wellen bearbeitet wird,
haben sich tiefe Höhlen gebildet. Sie erinnern an die berühmten "Elefantenfüße" des südfranzösischen
Wildflusses Chassessac. Seit Tagen sind wir dem Zauber dieser seltsamen Inselwelt erlegen. Und ihren
Stränden, die zu den schönsten gehören, die wir je erlebten. |
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Augenlider und Tränensäcke sind angeschwollen. Die Äquatorsonne ist auf 8 Grad Nord
besonders intensiv und strahlt mittags fast senkrecht vom Zenit. Gestern haben wir leichtsinnig
vergessen, ein Sonnenschutzmittel aufzutragen, und nun hat uns eine Allergie erwischt. Nur mein
wüstenerprobter Schech und Ingrids balinesisches Kopftuch verhindern, dass wir auf diesem wässrigen
Brennglas einen Sonnenstich bekommen. Was wir je an Träumen und Wünschen in uns hatten, wird erfüllt:
Schwimmen in einem warmen Meer, Hitze ohne Qual unter einer ewigen, nie erkältenden Brise, schwankende
Palmen unter einem Azurhimmel, blühende Büsche. Weiß der Brandungssaum inmitten eines schier
unendlichen Horizonts, da, wo das Riff die Lagune vor den Wogen des Ozeans schützt. |
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 Palau |
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© Alle Bilder und Texte sind Eigentum des Autors Michael Vogeley.
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