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Der Saale-Elbe-Kanal, eine 80 Mio. Euro teure Fehlinvestition, gefährdet die von der UNESCO mehrfach geschützte Flusslandschaft der naturnahen Elbe. Das Elbe-Saale-Aktionsbündnis will dieses Projekt nun durch eine Online-Petition verhindern und die Elbe und ihre Auenwälder retten.
Es klingt wie ein Schildbürgerstreich: Nachdem für 30 Millionen Euro ein Hafen in Halle an der Saale ausgebaut wurde, in dem aber 2006 und 2007 kein Schiff mehr angelegt hat, soll jetzt für 80 Millionen Euro ein Saale-Kanal gebaut werden, um angeblich die Schiffbarkeit zu verbessern. Dieser Kanal ist jedoch eine so absehbare Fehlinvestition wie der Hafen selbst. Der Grund: Die Zufahrt zur Saale, die Elbe, führt immer weniger Wasser.
Niedrigwasserzeiten nehmen zu
Schon jetzt herrscht an der Elbe Niedrigwasser an 200 bis 300 Tagen im Jahr. Ein wirtschaftlicher Gütertransport ist kaum noch möglich. Dieser Trend wird sich in Zukunft noch weiter verschärfen. Elf internationale Institute sagen um bis zu 30 Prozent weniger Wasser für den Elberaum voraus. Die ohnehin schon ungünstigen Bedingungen für die Güterschifffahrt auf Elbe und Saale werden sich deshalb noch weiter verschlechtern.
Weiteres Unheil: Der Ausbau der Elbe
Der Bau eines Saale-Elbe-Kanals wäre für die Schifffahrt völlig nutzlos, da der nächste "Engpass" sich anschließt - es ist die Elbe. Doch ein Ausbau oder eine Kanalisierung der Elbe mit zahlreichen Staustufen zur Anhebung des Wasserstandes hätte fatale Folgen. Die Elbe, der letzte noch relativ naturnahe Strom in Deutschland, wäre für immer zerstört. Zugleich würde das Hochwasserrisiko immens anwachsen.
Flusslandschaft in großer Gefahr
Flusslandschaften zählen zu den kostbarsten Naturräumen – für Pflanzen, Tiere und auch für Menschen. Lachse und Adler, Biber und Störche haben an der Elbe ihren Lebensraum. Die letzten großen urwaldähnlichen Auenwälder Mitteleuropas gedeihen in diesen Überschwemmungsräumen, die auch unabdingbar für den Hochwasserschutz sind. Jahr für Jahr kommen aber auch Hunderttausende Touristen an die naturnahe Elbe, um diese von der UNESCO mehrfach geschützte Flusslandschaft zu erleben. Tausende von Arbeitsplätzen sind ebenfalls unmittelbar von den intakten Elblandschaften abhängig.
Unterstützen Sie das Elbe-Saale-Aktionsbündnises und unterzeichnen Sie jetzt online die Petition, mit der sich das Bündnis an Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt Wolfgang Böhmer wendet.
Weitere Infos: www.elbe-saale-kanal-nein.de
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