|
Am Sonntagnachmittag (12.11.2006) sind ein 27-jähriger Österreicher und ein 35-jähriger Deutscher mit zwei Kajaks den Rheinfall hinunter gefahren. Dabei ging ein Kajak unter, verletzt wurde niemand. Die Missachtung des Fahrverbots soll die beiden ein stattliches Sümmchen gekostet haben.
Am späteren Sonntagnachmittag meldeten Passanten der Schaffhauser Polizei, dass zwei Kajakfahrer den Rheinfall hinunter fahren würden. Die Kajakfahrer hatten zuvor ihre beiden Kajaks oberhalb der Eisenbahnbrücke eingewassert und fuhren trotz Fahrverbot Richtung Aussichtfelsen inmitten des Rheinfalls. Eine erste Abfahrt gelang.
Beim zweiten Versuch blieb ein Kajakfahrer mit seinem Kajak oberhalb des Aussichtsfelsens hängen und fiel aus dem Kajak ins kalte Wasser. Er konnte sich gerade noch auf einen Felsvorsprung in Sicherheit bringen, wo er sitzen bleiben musste, währenddem sein Kajak unterging. Der wohlauf im Becken angekommene Kajakfahrer bemerkte das Fehlen seines Kameraden und stieg zu Fuss den Aussichtsfelsen hoch. Dank eines am Felsen angebrachten Rettungsringes, konnte er den fest sitzenden Kollegen aus seiner misslichen Lage befreien.
Anschliessend fuhren beide mit dem verbliebenen Kajak ans Ufer des Rheinfallbeckens, wo sie von der Schaffhauser Polizei in Empfang genommen wurden. Die beiden Kajakfahrer blieben wie durch ein Wunder unverletzt. Sie gaben an, dass sie die Kraft des Rheinfalles sehr unterschätzt hätten. Die beiden Kajakfahrer wurden wegen Missachtens des Fahrverbots zur Anzeige gebracht und mussten für ihre mehr als leichtsinnige Aktion ein erhebliches Depositum leisten.
Quelle: Schaffhauser Polizei
|