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Die TV-Tipps des Kajak-Channel führen Paddler im April an die Wupper, die Vils oder die Schlei. Zu den Highlights zählen allerdings die TV-Mehrteiler zum Main sowie zu den russischen Strömen Amur und Jenissei. Ebenfalls Empfehlenswert: Eine TV-Doku zum Staudammwahn in Spanien.
Der Amur
Der Amur ist mit 4445 Kilometern Länge der neuntgrößte Fluss der Erde und bildet die natürliche Grenze zwischen Russland und China. Am Zusammenfluss der beiden großen Quellflüsse Schlika und Argun beginnt der ostasiatische Strom. Zusammen mit russischen Wissenschaftlern und ihrem Forschungsboot ist es erstmals Journalisten erlaubt worden, die ersten tausend Kilometer des Amur zu dokumentieren.
Amur - Auf Tschingis Chans Spuren,
BR3, 02.04.2005, 20:15 Uhr, Länge: 45 Min.
Amur - Vergessene Völker,
BR3, 09.04.2005, 20:15 Uhr, Länge: 45 Min.
Die Wupper
Der Weg der Wupper beginnt in einem Naturschutzgebiet, in dessen Moor sich zwei Dutzend Quellen zur Wipper vereinen. Nahe Wipperfürth wird die Wipper dann zur Wupper, an deren Ufern im 16. Jahrhundert die Mühlräder zu Klappern und die Hammerwerke zu pochen begannen. Es kamen die Färber und Weber, und schließlich die ersten Industriellen mit ihren wassergetriebenen Großschmieden. Daran hat die Wupper noch immer schwer zu schlucken. Regenwässer, Mischwässer, Kühlwässer, Abwässer. Die Wasserspezialisten geben ihr zwar Chancen, sich vom Giftcocktail der Industrie zu erholten. Vom Fluss der Lachse und der Forellen ist sie aber noch weit entfernt.
Bilderbuch Deutschland - Die Wupper,
WDR, 03.04.2005, 10:15 Uhr, Länge: 45 Min.
Der Lijiang
Die Karstberge am Li-Fluss gehören zu den berühmtesten Landschaften Chinas. Doch obwohl jährlich Hunderttausende von Touristen eine Bootstour auf dem Lijiang machen, kennt kaum einer diese Region von Guangxi in Südchina wirklich. Hinter den bizarren Bergen haben sich alte Traditionen erhalten. Das Filmteam hat hinter die Kulisse der schönen Landschaft geschaut. Es ist Menschen begegnet, deren Leben im Rhythmus einer vergangenen Zeit verläuft, und solchen, deren Leben durch den Tourismus verändert wurde.
Lijiang - Fluss in Chinas Traumlandschaft,
MDR, 03.04.2005, 10:15 Uhr, Länge: 45 Min.
Der Main
Der Main ist der größte Zufluss des Rheins und der einzige Fluss, der sich von Osten nach Westen fließend wie ein Gürtel um die Mitte Deutschlands schlingt. Seine Quellen und seine Mündung in den Rhein liegen in etwa auf dem gleichen Breitengrad und sind in Luftlinie etwa 225 Kilometer voneinander entfernt. Der Main aber braucht für diese Strecke 541 Kilometer in einer Gegend, die von der Sonne am meisten verwöhnt wird und wo die wenigsten Niederschläge fallen.
Unter unserem Himmel: Der Main (1/5) - Die Quellflüsse,
BR3, 03.04.2005, 19:00 Uhr, Länge: 45 Min.
Unter unserem Himmel: Der Main (2/5) - Der Obere Main,
BR3, 10.04.2005, 19:00 Uhr, Länge: 45 Min.
Unter unserem Himmel: Der Main (3/5) - Das Maindreieck,
BR3, 17.04.2005, 19:00 Uhr, Länge: 45 Min.
Unter unserem Himmel: Der Main (4/5) - Das Mainviereck,
BR3, 24.04.2005, 19:00 Uhr, Länge: 45 Min.
Unter unserem Himmel: Der Main (5/5) - Der Untermain,
BR3, 01.05.2005, 19:00 Uhr, Länge: 45 Min.
Die Vils
Die Vils entspringt im Landkreis Erding in Oberbayern und mündet nach rund hundert Kilometern bei der Stadt Vilshofen in die Donau - gut zwanzig Kilometer oberhalb von Passau. Die Vils ist ein typischer Wiesenfluss. Kurz vor der Mündung ändert sich jedoch der Charakter des Vilstales. Das weite Tal mit seiner lieblichen Auenlandschaft weicht einem engen, rund fünf Kilometer langen Durchbruchtal. Der Film zeigt, dass die heutige Naturvielfalt im Vils-Durchbruch eine kulturgeschichtlich bedeutsame Grundlage hat: 1856 wurde hier damit begonnen, den Granit in Steinbrüchen abzubauen; es entstand die niederbayerische Granitindustrie. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Abbau unrentabel, und die Steinbrüche wurden stillgelegt. Kaum kehrte Ruhe im Vils-Durchbruch ein, begann die Natur, ihr altes Terrain zurückzuerobern.
Geheimnisvolle Flusslandschaft - Die Vils,
HR, 04.04.2005, 17:15 Uhr, Länge: 45 Min.
Die Schlei
Sie sieht aus wie ein Fluss, doch die Schlei ist eine Förde, ein Meeresarm, entstanden während der letzten Eiszeit. Als zugleich schmalste und längste aller Ostseeförden durchschneidet die Schlei eine äußerst vielfältige, reizvolle Landschaft mit sanften Hügeln, Wäldern und Wiesen. An ihren Ufern beschauliche Dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben scheint, schmucke Herrenhäuser, malerische Schlösser und alte Kirchen. Die Schlei ist ein kleines Paradies. Für die Menschen, die hier leben, und die, die hier ihre Freizeit verbringen: Angler, Surfer, Segler, Sommerfrischler.
Bilderbuch Deutschland - Die Schlei,
NDR, 07.04.2005, 14:30 Uhr, Länge: 45 Min.
Der Jenissei
Gleich zweimal hat sich der ehemalige Russlandkorrespondent des ZDF, Dirk Sager, für seine Filmtrilogie über den wasserreichsten Fluss Sibiriens auf die entbehrungsreiche Reise begeben: einmal im klirrenden Winter, einmal im glühenden Sommer. Nur so konnten er und sein Team das Land und seine Menschen mit allen Kontrasten und Widersprüchen ins Bild setzen.
Sibiriens Schicksalsstrom: Der Jenissei (1/3) - Vom Paradies in die Hölle,
3sat, 07.04.2005, 20:15 Uhr, Länge: 45 Min.
Sibiriens Schicksalsstrom: Der Jenissei (2/3) - Die Nachfahren der Verbannten,
3sat, 14.04.2005, 20:15 Uhr, Länge: 45 Min.
Sibiriens Schicksalsstrom: Der Jenissei (3/3) - Bis ans Ende der Welt,
3sat, 21.04.2005, 20:15 Uhr, Länge: 45 Min.
Staudammwahn in Spanien
In Spaniens Pyrenäen gibt es kaum einen Fluss, der nicht reguliert oder gestaut wird, um Wasser zu speichern oder Strom zu produzieren. Mit insgesamt 1.200 Stauseen liegt das Land weltweit auf Platz fünf. Nutznießer sind die Strom- und die Betonindustrie. Verlierer sind die aus den Tälern vertriebenen Menschen und die betroffene Natur. Die damalige Regierung unter José Maria Aznar beschloss ein weiteres gigantisches Umleitungsprojekt - den "Nationalen Wasserplan", der 110 neue Stauseen umfassen sollte. Vorgesehen war, das Wasser aus dem Fluss Ebro im Norden für die Agrarindustrie und den Tourismus im trockenen Süden abzuzweigen, transportiert über 750 Kilometer Druckleitungen. So sollte die industrielle Landwirtschaft im Süden gefördert werden, ohne Rücksicht auf die traditionell wirtschaftenden Kleinbauern und die Fischer des Ebrodeltas. Deren Befürchtung war, dass hinter dem Regierungsprojekt insgeheim auch der Wasserbedarf der expandierenden Tourismusregionen steht. Das Lebenselixier Wasser bildet in Spanien eine Konfliktlinie zwischen der schonenden, jahrhundertealten Bewässerung und einer gnadenlosen Profitorientierung. Über diesen sich zuspitzenden Konflikt, der 2002 die Regionen Spaniens spaltete, berichten Sascha Adamek und Martin Hahn.
Gestohlenes Wasser - Staudammwahn in Spanien,
ARTE, 11.04.2005, 18:15 Uhr, Länge: 45 Min.
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