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TV-Tipps: Saison-Auftakt für Trockenpaddler

geschrieben von: Kajak-Channel am 01.03.2005, 10:54 Uhr

Zum Auftakt der anstehenden Paddel-Saison präsentiert der Kajak-Channel einige aussergewöhnliche TV-Tipps. So ermittelt die Krimi-Serie "Soko Kitzbühel" an der Brandenberger Ache und selbst das Kinderfernsehen wagt sich paddelnd auf die Augsburger Olympiastrecke.

Das Wolgadelta

Wo der längste Fluss Europas in den größten Binnensee der Welt mündet, zählt man Wasservögel nach Millionen. Im Wolgadelta an der Nordküste des Kaspischen Meeres leben zeitweise fast 300 Arten. Kein Wunder bei dem unglaublichen Fischreichtum in diesem gewaltigen, an der Küste fast 200 Kilometer breiten Delta, dem größten Feuchtbiotop des Kontinents. Ende April, wenn die Wolga riesige Schmelzwassermassen zum Meer bringt, steigt der Pegel um durchschnittlich eineinhalb Meter. Viele Fische legen dann in den Überschwemmungsgebieten ihre Eier ab. Im Herbst verwandelt sich das Delta dann in den größten Vogelrastplatz Osteuropas.

Europas wilder Osten - Das Wolgadelta in Russland,
WDR, 01.03.2005, 20.15 Uhr, Länge: 45 Min.

Kongo

Der Kongo ist der wasserreichste Fluss Afrikas. Er durchzieht eine riesige Beckenlandschaft, die ebenfalls Kongo heißt und den noch größten zusammenhängenden Urwald Afrikas beherbergt. Gefährliche Stromschnellen und sprühende Wasserfälle machen den Kongo auf weiten Strecken unschiffbar. Mit den waghalsigsten Methoden holen die Einheimischen trotzdem aus tosenden Strudeln kiloschwere Fische. An traumhafter Küste mündet der mächtige Strom schließlich ins Meer. Dort, wo sich die Wälder bis zum Atlantik erstrecken, stampfen sogar wieder Elefanten über den Sandstrand.

Kongo - Ein Fluss der Überraschungen (Folge 1/3),
WDR, 02.03.2005, 09:00 Uhr, Länge: 45 Min.
Kongo - Geister im Regenwald (Folge 2/3),
WDR, 09.03.2005, 09:00 Uhr, Länge: 45 Min.
Kongo - Auf den Spuren der ersten Menschen (Folge 3/3),
WDR, 16.03.2005, 09:00 Uhr, Länge: 45 Min.

Karen in Action! (Kinderfernsehen)

In Augsburg befindet sich der deutsche Olympiastützpunkt und einzige künstliche Wildwasserkanal für Wildwasserkajak in Deutschland. Dort trifft sich Karen mit der Olympiateilnehmerin von 1972, Helga Scheppach. Die Jugendtrainerin bringt Karen die wichtigsten Grundlagen des Wildwasserkajaks bei. Nach einer kurzen Materialkunde beginnt Helga schon mit dem Training. Karen muss zuerst an Land üben, wie man das Paddel richtig hält und führt. Anschließend üben die beiden das Einsteigen. Schließlich geht es aufs Wasser. In einem Übungsbecken lernt Karen, wie man das Kajak lenkt, sich dreht und gleichmäßig paddelt. Zur Belohnung geht es gleich danach auf die Olympiastrecke von 1972. Allerdings nicht allein. Das wäre für einen Laien wie Karen lebensgefährlich. Deshalb fährt sie die Strecke in einem Zweier-Kajak zusammen mit einem erfahrenen Kanuten. Gemeinsam meistern die beiden in rasanter Fahrt die 700 Meter lange Strecke. Danach unternimmt Karen einen Abstecher nach Rosenheim. Bei der Firma Prijon lüftet Karen das Geheimnis, warum die Kajaks, die dort gebaut werden, eigentlich Luftballons sind.

Karen in Action! - Reportage/Kinder,
BR3, 11.03.2005, 14:45 Uhr, Länge: 25 Min.

Die Ahr

Eigentlich ist sie ein Winzling: Die Ahr misst nur 89 Kilometer von der Quelle bis zur Mündung. Sie entspringt in den sanften Hügeln der Kalkeifel in Blankenheim. Auf den ersten Kilometern fließt der Fluss in leichten Schwüngen durch das noch flache Tal. Nach der Hälfte der Strecke, bei Altenahr, beginnt das "Tal der roten Traube".

Bilderbuch Deutschland - Die Ahr,
SWR, 13.03.2005, 12:15 Uhr, Länge: 45 Min.

Soko Kitzbühel - Kajak in den Tod (Krimi)

Sandra Stelzer, Kajak-Spitzensportlerin und Besitzerin des sogenannten "Fun-Clubs" für Kajakfahrer, wird unmittelbar nach einer Konkurrenz tot aufgefunden. Was zunächst wie ein Kajakunfall aussieht, wird von der Kripo Kitzbühel und der Gerichtsmedizinerin bald als Mord erkannt. War vielleicht Eifersucht der Mordgrund? Gedreht wurde diese Soko-Folge übrigens an der Brandenberger Ache!

Soko Kitzbühel - Kajak in den Tod,
ORF1, 15.03.2005, 20.15 Uhr, Länge: 50 Min.

Die Sieg

Der Film beginnt an der Siegquelle im Rothaargebirge. Mit dem Geländewagen, mit dem Kanu und zu Fuß geht es die 150 Kilometer bis zur Mündung in den Rhein bei Bonn. Unterwegs macht das Filmteam eher zufällig Bekanntschaft mit Anglern, begleitet einen Biologen auf der Jagd nach Fledermäusen und begibt sich mit einem Förster auf Dachspirsch. Naturschützer bauen Nisthilfen für Hornissen und Wespen und erzählen dabei, wieso die eher unbeliebten Tiere wichtig für die Natur sind. Der Film entdeckt das Land aber auch von unten. In den vielen Bergwerken und Höhlen entlang der Sieg wurden für Jahrtausende Erz und Schiefer abgebaut. Die Sendung gibt zahlreiche Tipps für Tagestouren und Ausflüge: Von landschaftlich reizvollen Reisezielen bis hin zu typischen regionalen Speisen bietet sie einen Überblick über die schönsten Seiten der Sieg - immer unterwegs und immer draußen.

Expeditionen: Die Sieg, Folge 1/2,
HR, 16.03.2005, 15:35 Uhr, Länge: 25 Min.
Expeditionen: Die Sieg, Folge 2/2,
HR, 16.03.2005, 16:05 Uhr, Länge: 25 Min.

Der Lot

Der Lot - nie gehört? Dabei ist der Fluss einer der längsten in Frankreich: Über diese Wasserstrasse, die vom Zentralmassiv bis zur Garonne und von dort bis nach Bordeaux und in alle Welt führt, wurden seit der Antike Menschen, Waren und Gedanken ausgetauscht. Die Menschen siedeln seit mindestens 600.000 Jahren an den Ufern des Lot. An seinen Ufern liegen die ältesten Weinberge Frankreichs, die "Vignoble de Cahors". Und doch ist die Region bei uns weitgehend unbekannt. Der Tourismus ist noch nicht sehr entwickelt - eine Gegend also, in der es vieles zu entdecken gibt. Dem Reisenden begegnen erstaunliche, rätselhafte Dinge am Lot: Sagenhafte Steinstatuen aus grauer Vorzeit, monströse Höllenhunde aus dem Mittelalter, tapfere Helden, eingemauert in Kirchenwände. Und warum gibt es in Espalion, mitten im Zentralmassiv, ein Museum für Taucheranzüge? Wieso sind im Pflaster von Figeac ägyptische Hieroglyphen eingraviert? Wie kommt die Teufelsfratze in die Brücke von Cahors? Und ein spanischer Prunkaltar in die schlichte Dorfkirche von Belaye? Ein FKK-Gelände mitten in friedliche Weinberge? Kein Wunder, dass sich einst die Surrealisten am Lot niederließen - in St. Cirq-Lapopie. Der Sinn fürs Absurde hat die Künstler in diesem Städtchen bis heute nicht verlassen. Macht das der Fluss, der wild und unbezwingbar dahinrauscht wie Gedanken in einem Traum? Gern möchte man es glauben - und mit ihm weiter träumen.

Reisewege Frankreich - An den Wassern des Lot
SWR, 16.03.2005, 21:00 Uhr, Länge: 45 Min.


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