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Piranhas zum Frühstück 
Kategorie: Kanu-Reisen
Autor: John Harrison
ISBN-Nummer: 3-89405-042-X
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Beschreibung: Dichter Dschungel, wochenlang keine Menschenseele, nur Tapire, Affen, Piranhas - und Myriaden von Moskitos. Sechs Monate lang versuchen John Harrison und sein Reisepartner miot dem Kanu auf einem Nebenfluss des Amazonas den Dschungel Nordbrasiliens zu durchqueren und Französisch-Guayana zu erreichen. Ein außergewöhnliches, unvergessliches Erlebnis, das die dschungelerfahrenen Abenteurer bis hart an ihre physischen und psychischen Grenzen führt.
Gemeinsam mit einem Australier macht sich John Harrison auf, den Dschungel Nordbrasiliens mit dem Kanu zu durchqueren, doch das Unternehmen gestaltet sich schwieriger als erwartet. Stromschnellen und extrem reißendes Wasser machen das Vorankommen zeitweise kaum möglich. Dazu quälendes Ungeziefer, das einem den Schlaf raubt, die feuchte, mörderische Hitze und Malariaanfälle. Der Australier gibt auf, John muss die Expedition unterbrechen und findet einen neuen Reisepartner. Erneut wird der Fluss Jari in Angriff genommen. Immer wieder verirren sie sich im Gewirr der Flussarme, oft müssen sie umkehren. Die Lebensmittel werden knapp, bald sind sie zum Überleben auf die Jagd und das Fischen angewiesen. Es kostet sie ungeheure Überwindung, den ersten Affen zu schießen, doch sehen sie keine andere Möglichkeit. Zum Glück ist der Fischreichtum Amazoniens enorm, und nicht nur die zahlreichen Piranhas schmecken köstlich. Endlich haben sie Glück und stoßen auf ein Geologencamp - nach wochenlangem, nervenaufreibendem Warten werden sie malariageschwächt ausgeflogen.
Autor: John Harrison wurde 1950 in Weymouth, England, geboren. Er studierte südamerikanische Soziologie und Geschichte, doch seine Berufung ist das Reisen. Mit zwanzig trampte er nach Johannesburg, später zog es ihn in die USA und vor allem nach Südamerika, wohin er seither immer wieder zurückkehrt.
Rezension: Obwohl die Reise von John Harrison schon fast 20 Jahre zurück liegt, hat dieses Buch nichts von seiner Aktualität verloren. Die Strapazen einer solchen Tour sind auch heute die gleichen und lassen sich mit diesem Bericht hautnah miterleben: Hunderte von Stromschnellen, Malaria, viel zuviel Regen und meist lausige Erfolge beim Fischen. Hat doch mal einer gebiisen, dann bleibt nur noch eine Frage: Wie schmecken denn nun Piranhas zum Frühstück? Sie sollen recht schmackhaft sein, aber sich nur schlecht schuppen lassen. Am besten geht es laut Harrison, wenn man sie nach dem Ausnehmen auf heiße Kohlen wirft, sie auf beiden Seiten schwarz werden lässt und ihnen vor dem Essen die Haut abzieht. Für alle, die es selbst ausprobieren wollen, gibt der Autor am Ende des Buches noch einige Tipps für eigene Expeditionen in die Dschungelregion Brasiliens.
Taschenbuch, 26 Abbildungen, 2 Karten, 256 Seiten (2001)
Frederking/Thaler, München
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