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Gegen den Strom 


Kategorie: Kanu-Expeditionen

Autor: Todd Balf
ISBN-Nummer: 3-453-18221-9

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Beschreibung: Der Yarlung Tsangpo gilt als Mount Everest unter den Flüssen. Im Gegensatz zum Gipfel des Everest ist dieser Fluß jedoch bis heute Terra Incognita geblieben. Spektakulär sind die Schluchten, durch die er sich seinen Weg bahnt, aus dem Hochland bis hinunter an die Grenze zwischen Tibet und Indien. Nicht nur die steil aufragenden Schluchten, in die der Fluß gebettet ist, sondern besonders die zahlreichen steil hinabstürzenden Wasserfälle - auf einer Strecke von zwanzig Meilen sind es allein 75 - machen diese Strom praktisch unbefahrbar.
1998 nahmen vier amerikanische Kajakfahrer die Herausforderung an: Wick Walker, Tom McEwan, Doug Gordon, Jamie McEwan und Roger Zbel - allesamt erfahrene Wildwasserfahrer. Gesponsert wird die Expedition von der renommierten National Geographic Society. Als sich die Extremsportler in Kathmandu treffen und sich auf den Fluß wagen, scheint alles bestens vorbereitet. Aber bereits drei Tage nach Beginn der Expedition, als die Mannschaft den ersten Wasserfall erreicht, ereignet sich der erste Zwischenfall: Jamie verliert sein Boot und muß die Mannschaft verlassen. Der Auftakt zur Katastrophe, denn wenig später erreicht das Team Gyala Peri, einen halsbrecherischen Wasserfall, an dem die Klippen senkrecht abfallen. Während alle aus dem Team den Abstieg entlang der Klippen vorziehen, beschließt Doug Gordon, den Wasserfall zu befahren - und verschwindet in den tosenden Wassermassen. Sein Kajak wird wenig später gefunden, von Doug selbst ist jedoch keine Spur. Dieser tragische Todesfall ändert alles und die Überlebenden entscheiden sich, die Expedition abzubrechen.
Der Autor Todd Balf hat die Geschichte der Expedition bereits für die Leser des "Outside Magazin" recherchiert und sprach unter anderem mit den Teilnehmern und Hinterbliebenen. In seinem Buch verfolgt er nicht nur die Spuren von Doug Gordon und seinem Team, sondern entwirft eine historische Landkarte, auf der all jene Pioniere verzeichnet sind, die versucht haben, den Yarlung Tsangpo zu bezwingen.

Rezension: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat diesen Expeditionsbericht gnadenlos verrissen. Das Buch sein "langatmig" und taktlos, zumal ein Expeditionsteilnehmer bei der Fahrt ums Leben gekommen ist. "Schriftstellerisch", so lautetete das vernichtende Urteil, sei das Buch ohnehin eine "lahme Ente". Sicher, Todd Balfs Erzählstil ist leider etwas bieder, doch "Gegen den Strom" bleibt trotzdem lesenswert. Und das liegt nicht zuletzt daran, das sich der Autor auch der alles entscheidenden Frage widmet: Sind Abenteurer, die solche Risiken eingehen, verrückt? Oder sind es vielmehr die Sponsoren, die derartige Wettläufe anheizen, um ihr eigenes Image aufzupolieren?

Pressestimmen: Das Leseabenteuer des Winters, kaufen! (KANUmagazin 1/2001)

Gebundene Ausgabe, 304 Seiten (2000)
Heyne, München


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